Wohlfühlen in WerstenWohlfühlen in WerstenWohlfühlen in WerstenWohlfühlen in WerstenWohlfühlen in WerstenWohlfühlen in WerstenWohlfühlen in WerstenWohlfühlen in Wersten
Anekdoten – Geschichten und Erinnerungen aus Wersten
Ein "prägendes" Erlebnis (von Uwe Protzmann, Remscheid)
Am BrückerbachEin "prägendes" Erlebnis meiner Kindheit in Wersten - heute kann man darüber sicher nur noch herzhaft lachen.
1964war ich in der Grundschule an der Chlodwigstraße. Wenn ich als Erstklässler von der Schule kam, stieg ich an der Haltestelle "Brückerbach" aus der Buslinie 61 aus und ging über den menschenleeren Damm nach Hause. An der Haltestelle stand nur ein einsames Einfamilienhaus – genau dort, wo der Damm anfing.
EinesTages – ein heißer Sommertag – stieg ich wieder am Brückerbach aus, wollte den Damm für den Heimweg betreten und sah in einiger Entfernung auf dem Damm einige Arbeiter, die dort das Gras mähten und den Damm in Schuss hielten. Und plötzlich hatte ich eine wahnsinnige Angst, dass mir diese "finsteren Gesellen" etwas tun wollten, einige hatten schon so grimmig in meine Richtung geschaut!
Ichtraute mich einfach nicht an ihnen vorbei! Ich hatte Angst, über den Damm zu gehen!
Inmeiner grenzenlosen Not schellte ich bei dem einsamen Haus und bat die nette Frau, meine Mutter anzurufen, weil auf dem Damm "böse Männer" waren. Meine Mutter holte mich dann kopfschüttelnd von der Bushaltestellte ab – und die "bösen Männer" erwiesen sich im Vorbeigehen allesamt als nette Kerle. Noch Jahre später habe ich gegrübelt, was an diesem Tag durch meinen Kopf gegangen war und woher diese plötzliche, total grundlose Angst gekommen war.
(Foto: Copyright Wolfgang Krause)
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