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Anekdoten – Geschichten und Erinnerungen aus Wersten
Die Verwirrspiele mit der Buslinie 37 (von Uwe Protzmann, Remscheid)
DechenwegNatürlich fuhr die Buslinie 37 auch in den 60ern durch das Neubaugebiet am Mendelweg. Der Bus bog von der Ickerswarder Straße auf den Rott ab, fuhr am alten, schon etwas vergammelten Fußballplatz mit dem heruntergekommenen Vereinsheim vorbei und hatte seine erste Haltestelle am Mendelweg. Über den Rott und den Dechenweg ging es dann wieder zurück zur Ickerswarder Straße.
EinesMorgens standen wir Schulkinder ratlos an der Straße. Die gewohnte Haltestelle war plötzlich verschwunden, dafür stand jetzt auf der anderen Straßenseite das Haltestellenschild. Plötzlich fuhr der Bus in die andere Richtung, zuerst über den Dechenweg und dann über den Rott wieder zurück zur Ickerswarder Straße. Himmel, war das ein ungewohntes Gefühl, als man auf einmal vermeintlich in die falsche Richtung fuhr und alles plötzlich eine neue Perspektive hatte! Aber schon kurze Zeit später wurde es erneut geändert – wieder standen die Haltestellen eines Morgens auf der anderen Straßenseite und es war wieder alles beim Alten.
Aufder Linie 37 wurden immer nur die normalen Busse eingesetzt, niemals die großen Gelenkbusse. Da das Fahrgastaufkommen offenbar mit Ausnahme der Stoßzeiten mit Schulkindern sehr gering war, tauchte eines Tages auf einmal ein kleiner "Minibus" auf. Auch das war anfangs sehr verwirrend, beim ersten Mal traute man sich gar nicht so richtig, da einzusteigen. Das sollte unsere Linie 37 sein? Dieser bessere Autoscooter?? Alle Kinder der Siedlung waren sich sofort einig: Diese kleinen Minibusse waren einfach nur hässlich und die Sitzpolster einfach nur spartanisch und armselig!
Wennmich meine Erinnerung nicht täuscht, gab es auch einmal ein extrem "wildes" Experiment der Rheinbahn. Der Bus bog in den Mendelweg ein, fuhr dann durch den Voltaweg und über den Nernstweg wieder auf den Rott. Aber dieses Intermezzo dauerte nur extrem kurz. Entweder waren die Anwohnerproteste so groß gewesen oder die Rheinbahn hatte selbst eingesehen, dass dieser Abstecher in eine Straße der Siedlung einfach nur Unsinn war. Schon kurz danach galt wieder die alte Linienführung.
(Foto: Copyright Wolfgang Krause)
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